BuchTextePresse

Musik- und Buchkritiken Weitersagen?

"Am Samstagabend las und sang André Herzberg, Frontmann der berühmten DDR-Kult-Band „Pankow“, im Speicher aus seinem Leben vor und nach der Wende.


Nordwalde - „Ick wollt anfangs mal bisschen watt singen.“ Keine Begrüßung, keine genauere Erklärung, nur der Hinweis, dass er sein Publikum lieber erst ein bisschen in Stimmung bringt, bevor er mit seiner Lesung beginnt, mit den zum Teil autobiografischen Prosastücken aus „Mosaik“ und „Geschichten aus dem Bett“, die auch ein bisschen hart sein könnten, wie André Herzberg, Frontmann der berühmten DDR-Kult-Band „Pankow“ und oft als „Grönemeyer des Ostens“ bezeichnet, sagt.

Es waren nicht die Sätze an sich, sondern die Art und Weise, wie Herzberg sie am vergangenen Samstagabend im Speicher des Bispinghofes vortrug, die all das bündelten, was Kritiker und Liebhaber in dem Sänger, Komponisten und Autoren zu sehen meinen: Genialität aufgrund eines Talents zum einfachen Erzählen, immer eine Prise Naivität, ob gespielt oder nicht, und den Hang zum Selbstmitleid, der in der Tat immer dann mitschwang, wenn Herzberg auf den ausgebliebenen großen Durchbruch seiner Band nach dem Ende der DDR anzuspielen schien.

Bei vielen anderen würde das nervig wirken, Herzberg machte es sympathisch und verlieh ihm eine Authentizität, die die Zuhörer am Samstagabend, die zahlreicher hätten kommen können, sichtlich berührte. Herzberg spielte die Stücke, für die ihn seine Fans lieben, mal mit, mal ohne seine längst zur Marke gewordenen Mundharmonika: „Tohuwabohu“ vom gleichnamigen Album, „Melancholie“ vom Album „Losgelöst“, „Ich hab Zeit“ vom Pankow-Album „Nur aus Spaß“ und „Am Rande vom Wahnsinn“ vom gleichnamigen Album.

In den Stücken der Lesung, zu denen auch ein ganz neuer, unveröffentlichter Text über den Krebstod der Mutter zählte, ging es viel um Herzbergs Jugend, um seine Familie, um seinen Vater und seine Mutter, die beide in der DDR-Hierarchie ziemlich weit oben waren und sich nach der Wende vor Gericht verantworten mussten.

Um Verantwortung, um Sprachlosigkeit, um die Tatsache der Nichtaufarbeitung in der Familie wie in der Gesellschaft, um Tabus ging es. Mitreißende Geschichten, in denen Herzberg es schaffte, einfach und neutral zu erzählen, sich weder in eine Opfer- noch in eine Heldenrolle zu begeben und damit zum nachdenken anregte."
Weder Opfer noch Held | Ahlener Zeitung - Nordwald

"Das kalte Herz (Dunefish)

..angenehmerweise zieht er die Geschichte vom Kohlenbrenner Peter Munk in sein Leben, erzählt von seinen Erfahrungen und singt seine Lieder dazu...Herzbergs Songs wie immer zupackend, sein Gesang ist einzigartig, die Texte verführerisch zur Anklage. Seine Finger betasten liebevoll die Saiten, sein Charisma ist sprichwörtlich.....im Discounter -Modder nach den Perlen gesucht. Die sind nun wieder zu hören, Liederperlen, die etwas zerrissen sind, im Glanze aber flirren und berühren.
Volly Tanner"
Zeitpunkt

"Märchen-Musical aus uralten Zeiten
André Herzberg wurde einst mit der Band Pankow berühmt. Jetzt erzählt er das Märchen "Das kalte Herz" als Blues-Musical.

...Herzberg unplugged am offenen Herzen...die Mär als Wechselspiel zwischen Sprech- und Singpassagen funktioniert verblüffend gut.....André Herzberg singt sich auch bei Wilhelm Hauffs Märchen "Das kalte Herz" die Seele aus dem Leib....
Steffen Könau"
Mitteldeutsche Zeitung

"Scheunen-Abend mit Witz und Charme

Musikalische Lesung: Berliner Multitalent Andre Herzberg verzauberte Publikum

Eine Lesung von Andre Herzberg stand am Sonnabendabend auf dem Programm der Wülknitzer Kulturscheune. Mehr als 80 Besucher fanden sich auf dem Kulturboden, dem Clubraum des Vereins "Kulturscheune Wülknitz", ein, um einen gemütlichen Abend mit dem Berliner Schriftsteller, Sänger und Multitalent zu verbringen. "Der Auftritt von Andre Herzberg ist unser Jahresauftakt", sagte Gunter Schneider, Vorstandsmitglied des Vereins. Zum ersten Mal finde eine Lesung in der Kulturscheune statt, da man alles mal versuchen wolle.
Locker und gut gelaunt begann Herzberg den Abend. Nachdem ihm sein Liedzettel am Tag zuvor geklaut wurde und er bereits im Voraus anmerkte, dass seine Gitarre auch bloß ein Mensch sei, die je nach Temperatur verstimmt sein könnte, legte Herzberg los. Doch nicht ohne anzumerken, dass es in seinem hohen Alter von 52 Jahren ohne Zettel möglich sei, dass er die eine oder andere Zeile vergessen könnte oder nicht mehr wisse, warum er dieses Lied gewählt hatte.
Mit deutschsprachigen selbstgeschriebenen Liedern begann die musikalische Lesung. Mal romantisch melancholisch, mal leidenschaftlich sang Herzberg. Eine nicht erwiderte Liebe war ebenso Thema der Lieder wie gesellschaftliche Probleme und das ganz normale Liebes-Chaos.
Zu jedem Titel erzählte Herzberg eine kurze Anekdote und geriet des öfteren in ein Zwiegespräch mit den Zuhörern. "Ich spiele einfach, was mir in den Sinn kommt", ließ der Berliner verlauten und zückte eine Moll-Mundharmonika. "Damit kann man eigentlich nur traurige Lieder spielen", sagte der Sänger, der die Mundharmonika lobte, da sie gut für jene Zeiten sei, in denen man sich keine weiteren Musiker leisten könne.
Nachdem er laut Lied "hart am Rande des Wahnsinns" war, bat Herzberg das Publikum um Mitarbeit. "Ich möchte, dass sie den Refrain des nächsten Liedes mitsingen. Keine Angst, ich werde alles genau erklären", schmunzelte Herzberg bei der nächsten Nummer. Der olympische Gedanke des Mitmachens wurde in Wülknitz nur zu gerne aufgenommen, und nachdem Herzberg sagte: "Alles bereit machen für den Refrain", schallte wenige Augenblicke später der Refrain "Ich will mit dabei sein", durch den Clubraum.
"Wir sind heute aus Neugierde hier", sagte Sigrun Neumann aus Hinsdorf. Sie kenne Herzberg von früher und sei vor allem wegen der tollen Atmosphäre da. "Seit 2006 kommen wir regelmäßig her", fügte Stefanie Neumann hinzu. Von einer Reise mit einer Dame aus Sachsen-Anhalt handelte das Lied "Ras Abu Galum". In Ägypten setzten sich die beiden auf eben jener Halbinsel von den restlichen Touristen ab und waren "zusammen und frei".
"Ich schreibe schon seit 1996 und seitdem führe ich auch Lesungen durch", sagte Herzberg. Sowohl die Lieder, die innerhalb der letzten 15 Jahren entstanden, als auch die Leseauszüge aus einem seiner beiden autobiographischen Bücher, wähle er je nach Stimmung. Die erste Geschichte mit dem Titel "Erste Begegnung mit der Arbeiterklasse", spielte während Herzbergs Ausbildungszeit beim Gleisbau nahe der Grenze zu Westberlin. Die zweite Geschichte handelte von einem Tag bei der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR.
Mit viel Witz, Charme und Erinnerungen an alte Zeiten brachte Herzberg das Publikum in Wülknitz zum Lachen, und nicht wenige nicken mit den Köpfen, wenn sie an die damaligen Zeiten zurück dachten. Ein gelungener Abend zum Jahresauftakt, glaubte man Andre Herzberg und dem Publikum, dem noch viele Lieder und Geschichten folgten.

"
Mitteldeutsche Zeitung

"Paule Panke rockt noch einmal den Volkspark
André Herzberg und hallesche Musiker begeistern Pankow-Fans - Zugaben trotz schlechter Akustik

Die Nachricht das sich "Paule Panke" noch einmal auf den Weg nach Halle machen würde, um aus dem Alltag eines Lehrlings zu erzählen, hat am Samstagabend trotz heftigen Platzregens jede Menge Pankow- und Ostrockfans mobilisiert. Geschätzte 300 wollten sich das Rock-spektakel, das vor 20 Jahren für Verbote und Diskussionen sorgte und im Rahmen des Ur-Krostitzer Sommer-Open-Air über die ebenso geschichtsträchtige Volksparkbühne ging, nicht entgehen lassen. Kaum einer der Zuhörer war jünger als 40, und folglich hatten es "Baumann" (Gerald Mehnert) am Schlagzeug, Gitarrist Christian "Sorje" Sorge, Michael Buchmann am Bass und "Wasserleiche" Steffen Thomas, Keyboard, mit Kennern der ostdeutschen Rock-Szene zu tun. Mehnert und Thomas hatten "Heimvorteil": 1987 spielten sie die Rock-oper im Thalia (damals Junge Garde).

Teilweise im einst geliebten Parka erschienen, sang man im Volkspark textsicher mit. Gemeinsam mit Andrè Herzberg, damals wie heute den "Paule Panke" verkörpernd, verstanden es die vier halleschen Musiker, ihr Publikum zu begeistern - trotz einer Akustik, die verhinderte, die Texte Herzbergs auch nur ansatzweise zu verstehen. Doch den Fans hat`s gefallen, und vier Zugaben entließen "Paule Panke" in die frische Nachtluft.

Katja Pausch"
Mitteldeutsche Zeitung

"Herzberg lässt die Puppen tanzen

"
meldoie & rhythmus

"...Herzberg und Puppen wärmen kaltes Herz...

...der Abend endet mit einem furiosen Liebeslied auf das Leben und einem Puppenkuss...
Ein schöner Theaterabend mit starken Bildern und viel Herz...
Katharina Horn"
Mitteldeutsche Zeitung

"Ein Rockstar lässt die Puppen tanzen

Schon damals, als er mit der Rockband Pankow die Hitparaden eroberte und die grö?ten Hallen füllte, war André Herzberg kein ganz normaler Rockstar. In Konzerten liebte es der Berliner, sich zu verkleiden. In seinen Liedern schlüpfte er immer wieder in andere Rollen. Er war gelangweilte Oberschülerin wie in "Die wundersame Geschichte von Gabi" oder der desillusionierte Lehrling. Er spielte den Paule Panke und den "Hans im Glück".

Jetzt nutzt der Mann mit der Vorliebe für deftige Reime eine Pankow-Pause zum Gang auf die Theaterbühne: gemeinsam mit den Puppenspielerinnen von Kaufmann & Co hat der Rocksänger aus Wilhelm Hauffs Märchen "Das kalte Herz" ein Puppenmusical gemacht, das Komik und Poesie, Erzählung, Spiel und typischen Herzberg-Gesang mischt.

So wie hier ist die fast 180 Jahre alte Geschichte über einen Mann, der sein Herz an das Böse verkauft, um reich zu werden, noch nie erzählt worden. Derzeit proben Herzberg und die Puppen schon in Halle, hier findet am kommenden Mittwoch auch die Premiere statt. Eine zweite Vorstellung gibt es am Donnerstag. Steffen Könau

Ankündigung Premiere Mitteldeutsche Zeitung, 15.März 2007
"
Mitteldeutsche Zeitung

"Das Publikum sang mit

Der Sänger, Autor und Komponist André Herzberg war am Donnerstagabend mit seinem Soloprogramm zu Gast im "Bebel". Vor rund 50 erwartungsvoll gestimmten Gästen begeisterte er mit einem mitrei?endem Auftritt. Zu hören waren Stücke von seinen Soloalben, ein Lied, das er für das neue "Pankow"-Album geschrieben hat, und alte Songs von "Pankow". Die Besucher dankten es mit viel Applaus. Herzberg forderte zum Mitsingen auf und fragte, wer denn textsicher sei. So sangen er und das Publikum mit ihm, was für steigende Begeisterung sorgte. Es ging um Herz, Wärme, Liebe, Geld und die Feststellung, dass jeder heute ein verkäufer sei. Nach drei Zugaben beendete er sein Gastspiel in Cottbus und signierte an der Bühne CD`s für seine Fans. Carsten Bunar"
Märkische Allgemeine

"Ungeschönt ehrlich – André Herzberg

Mit dem Titel «Ich habe Zeit» eröffnete André Herzberg am Freitagabend sein Gastspiel im Lesesaal der Stadtbibliothek in Weißwasser (NOL). Der Sänger der Gruppe Pankow stellte dort sein Buch Mosaik vor und zeigte dabei nicht nur musikalische Seiten.

Viele kennen ihn noch aus DDR-Zeiten, als er singend, stöhnend, schreiend, manchmal aber auch mit leisen Tönen sein Publikum begeisterte. In Weißwasser hatte er nun nicht nur seine Gitarre, sondern auch ein Buch mitgebracht. Denn Herzberg ist nicht nur Sänger, sondern seit längerer Zeit auch Buchautor.
In seinem Werk Mosaik mit den autobiographisch-literarischen Fragmenten werden keine alten Rechnungen beglichen, kein verklärender Blick und keine Heldenpose wird gezeigt. Stattdessen zeigte sich der Autor als Suchender, dessen Fragen nicht zu vorgestanzten Antworten passen, der mitunter sein Bett nicht verlassen mag für ein Produkt, das keiner zu brauchen scheint. Und dann wieder treibt es ihn hoch, lässt ihn weiterrennen, Runde um Runde, der Erlösung entgegen, der Sinnlosigkeit entfliehend.
Den Besuchern der Veranstaltung in der Stadtbibliothek begegnete der Sänger, der Liebhaber, der Vater, das Kind Herzberg. Sein Mosaik ist ein ungeschönt ehrliches Buch, nicht nur für alte Pankow -Fans. Das besondere an der Lesung in Weißwasser war, dass Herzberg zwischendurch mehrmals zu seiner Gitarre griff und einige seiner bekannten Songs präsentierte, sehr zum Gefallen des Publikums. André Kurtas"
Lausitzer Rundschau

"André Herzberg lässt im Art die Augen leuchten

A. Herzberg, der Sänger der bereits zu DDR- Zeiten legendären Rockband Pankow tourt wieder mit einem Soloprogramm durch die Lande. Am Freitag war er in der Kulturwerkstatt ART Riesa zu erleben. Dieser Abend zeigte Herzberg nicht nur als Sänger, sondern vor allem auch als Autor feinsinniger Texte.

Erzählungen aus der Jugend

Mit seiner charakteristischen, fast schon sonoren Stimme und dem immer wieder durchklingenden Berliner Dialekt las Herzberg aus seinen Büchern "Geschichten aus dem Bett" und "Mosaik". In seinen episodenhaften Geschichten erinnert er sich an seine Kindheit und Jugend.
Ohne medienwirksame Nostalgie erzählt Herzberg behutsam von seinem Aufwachsen in der damaligen DDR. Nur selten von seinem Buch aufblickend, fast schon schüchtern, lässt er das Publikum an seiner Begegnung mit dem jungen André teilnehmen. Es sind die kleinen Geschichten aus dem alltäglichen Leben, die er symphatisch und unkompliziert darstellt. Dann greift er zur Gitarre, singt seine unverwechselbaren Lieder. Songs von seinem mit Pankow aufgenommenen Album "Nur aus Spass" sind genauso dabei wie die bekannten Klassiker "Langeweile" und "Doris".

Publikum als zweite Stimme

Viele der Gäste in der Kulturwerkstatt ART haben auf einmal dieses Leuchten in den Augen. Verknüpfen sie doch ganz persönliche Erinnerungen mit Herzbergs einprägsamen Liedern. Bei "Die wundersame Geschichte von Gabi" wird das Publikum aufgefordert die zweite Solostimme zu übernehmen. Und wenn auch nicht jedes Wort taktgenau gesungen wird, entsteht eine wundersame Symbiose zwischen dem Musiker Herzberg und dem singenden Publikum. Begeisterter Beifall und das Einfordern etlicher Zugaben sind die eindeutige Antwort der Zuhörer auf den Bücher lesenden Rockmusiker.
Sebastian Schultz"
Sächsische Zeitung

"(…) eine Band wie PANKOW, die (…) das vielleicht Beste und Kreativste war, was DDR-Rockmusik hervorgebracht hat."
Leipziger Volkszeitung

"Pankow, one of the most respected and professional groups on the East Berlin scene (...). Pankow (…) a dynamic band that combines the energy of the Clash of the Talking Heads. (…) its lead singer André Herzberg."
The New York Times

"Sänger André Herzberg mimte einen Anti-Macho: den reinen Toren, das staunende Kind, das die Perversionen seiner Umwelt arglos entlarvt. Er konnte auch anders - rotzig, exaltiert, sentimental, immer tanzend auf jenem doppelten Boden, unter dem wir die Waffen des Aufruhrs ahnten."
Rolling Stone

"Das Objektiv tief hinein halten in eine Szene und Millimeter für Millimeter einfangen von Gesichtern, Möbeln, Gedanken."
Mitteldeutsche Zeitung

"Ein rebellierender Rocksänger mutiert zum anerkannten Schriftsteller (...) Mit der streng gebauten Prosa steht André Herzberg in der Tradition der klassischen Kurzgeschichte."
ZeitPunkt

"Sein erstes Buch GESCHICHTEN AUS DEM BETT ist ein Band mit wunderbar leichten Erzählungen aus dem Leben eines Clowns, mit Melancholie und Sehnsucht, aber auch mit realitätsnahem Blick erzählt."
Schweriner Zeitung

"(…) eine Band wie PANKOW, die (…) das vielleicht Beste und Kreativste war, was DDR-Rockmusik hervorgebracht hat"
Leipziger Volkszeitung

"Ihr Name stand für Poesie und Ironie, sie waren der Mythos einer ganzen Generation."
Bild

"Einer der besten Rocksänger Deutschlands: André Herzberg. Die Stimme und das Herz einer Legende."
Bild